Freiburg ist ja normalerweise nicht unser Wunschgegner, aber auf dieses Spiel freuen wir uns ganz besonders. Das liegt nicht nur am Gegner. Denn ausnahmsweise schauen wir das Spiel mal getrennt, der eine – Michael – in Freiburg und der andere – Thomas – im Gaffel am Dom. Und deswegen gibt es diesmal einen doppleten Erlebnisbericht, denn was wir erlebt haben, war wirklch besonders. Und zwar für jeden von uns auf seine eigene Weise.

Michael | Start Gaffel am Dom und dann ab in die Bahn

Michael trifft sich mit unserem Kumpel Martin Schlüter am Gaffel am Dom, um von dort aus bequem per ICE nach Freiburg zu fahren. Im ICE dann lernen die beiden einen unglaublichen Fan kennen. Der gehbehinderte 77 jährige Heinz fährt ohne Ticket und auf gut Glück nach Freiburg, um sich vor Ort noch einen Sitzplatz zu organisieren. Da der Zug mittlerweile ziemlich Verspätung hat, wird sein Vorhaben immer unwahrscheinlicher. Kurzerhand greifem Michael und Martin zu ihren Telefonen und aktiveiren alles, was sie beim FC an die Strippe kriegen. Und siehe da: es gelingt, ein Ticket für den neuen Freund zu organisieren. Heinz im Glück.

Thomas | Rollstuhlfahrt ins Wohnzimmer am Dom

Thomas schiebt zum ersten Mal im Leben ienen Rollstuhl in die S-Bahn und hat davor gehörig Respekt. Das gute daran: Es geht mit der auf den Rollator angewiesenen Mutter und dem im Rollstuhl sitzenden Vater auf ins Gaffel am Dom. Auch das eine Premiere.

Als wir im Gaffel am Dom ankommen, sitzt eine ältere Dame am ZWEI KÖLSCH Tisch und trinkt Kaffee. Sie schaut besorgt und hat augenscheinlich sofort Sorge, dass sie nun weichen muss. Natürlich quatsch – man rückt einfach zusammen und die älteren Herrschaften sind sofort im Gespräch. Die Dame sitzt wie sich herausstellt seit Jahren regelmäßig im Gaffel am Dom, um unter Leute zu kommen. Und zwar immer an „unserem“ Tisch – also ihrem Tisch, der auch ein bischen unserer ist. Und nun sitzen wir gemeinsam hier. Unsere Stadt schreibt schöne kleine Geschichten. Hier in Kölle und dort in Freiburg.

Link zum Insta-Post: Micha mit David und Ronny

Das Spiel

Vor dem Spiel haben beide Trainer ein intensives, kämpferisches Match angekündigt und das Spiel hält ein, was es versprochen hat. Es hat etwas von einem Käfigkampf. Am Anfang ist es entsprechend chaotisch. Schon in der zweiten Minute grätscht Timo Horn völlig unbegreiflich am Ball vorbei und Günter muss den Ball eigentlich nur noch ins Tor schieben. Der Winkel ist nicht so spitz, dass es ein echtes Problem ist, aber Günter trifft das Tor glücklicherweise nicht.

Zwei Minuten später scheitert Uth nur knapp mit einem Flachschuss am Freiburger Keeper. Das Tempo der Partie ist festgelegt. Es ist denkbar hoch.

In der 27. Minute verfehlt Andersson das Tor noch knapp per Kopf. In der 34. macht Modeste die Brille! Ein sehenswerter Kopstoß. 1:0.

Wir sind die bessere Mannschaft und verpassen mehrere Gelegenheiten zu erhöhen. Großartig unseren FC so stark in Freiburg zu sehen.

Hälfte zwei, alles neu

Jetzt kommen die Freiburger. Sie haben offenbar ein Muttel gefunden, sich gegen uns zur Wehr zu setzen und werden zusehends besser. Fast zwangsläufig fällt der Ausgleich. Dass es ein Eigentor von Czichos ist – eine Randnotiz. Die Freiburger hatten uns zu Fehlern gezwungen.

“Ich sehe beim Ausgleich keinen Fehler, Rafa (Czichos, Anm. d. Red.) versucht, den Ball zu blocken, und der geht oben rein. Also ich erwarte ja, dass er mit einem Satz da reingeht. Wenn wir das als Fehler werten, dann finde ich es ein bisschen schwierig.“

Steffen Baumgart

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Freiburg 1:1 Kölle

 

Unter dem Strich können wir mit der Punkteteilung leben. Wie oft sind wir aus Freiburg mit leeren Händen zurückgekehrt?! Die Art, wie wir spielen, macht Mut und wir freuen usn auf die nächsten Spiele mit einem hoffentlich weiter kämpferischen FC.

„Es ist schade, dass wir heute nicht die drei Punkte mitgenommen haben. In der ersten Halbzeit haben wir viel Druck gemacht, hätten noch höher führen können. Da müssen wir dann mit 2:0 oder 3:0 in die Pause gehen. Freiburg hat in der zweiten Halbzeit nicht so schlecht Fußball gespielt und am Ende ist es ein verdientes Unentschieden.“

Dejan Ljubicic

Externe Links zum Spieltag:

Kein Vergleich mit Streich: „Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil“ – YouTube

Jubellauf in Baumgarts Arme: Modeste zahlt Vertrauen zurück – GEISSBLOG.KOELN

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/1-fc-koeln-schoen-dass-man-sich-ueber-punkt-in-freiburg-aergern-kann-73647

1. FC Köln: Einzelkritik zum 1:1 beim SC Freiburg | Express

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