Freiburg ist ja normalerweise nicht unser Wunschgegner, aber auf dieses Spiel freuen wir uns ganz besonders. Das liegt nicht nur am Gegner. Denn ausnahmsweise schauen wir das Spiel mal getrennt, der eine – Michael – in Freiburg und der andere – Thomas – im Gaffel am Dom. Und deswegen gibt es diesmal einen doppleten Erlebnisbericht, denn was wir erlebt haben, war wirklch besonders. Und zwar für jeden von uns auf seine eigene Weise.

Michael | 8:00 Uhr, Gaffel am Dom

Treffpunkt zur Abfahrt zur ersten Auswärtsfahrt seit….

Ich fahre mit unserem Kumpel Martin Schlüter bequem per ICE nach Freiburg. Was dann passiert, hat Alex Haubrichs vom Express perfekt beschrieben:

„Schlüter und Wurzer waren mit ihren T-Shirts und Schals natürlich unschwer als kölsche Fans zu erkennen und staunten nicht schlecht, als ein älterer Herr sie plötzlich in hörbar rheinischer Mundart ansprach. „Överall jitt et Fans vom FC Kölle“, sagte der Mann – und die beiden ließen sich auf ein Gespräch unter FC-Fans ein.

„Spätestens als er uns erzählte, dass er mit seinen 77 Jahren nach Freiburg aufgebrochen sei, um dort vor Ort eine Karte zu organisieren, hatte er unser beider kölsches Herz gewonnen“, erzählt Wurzer. Gut vernetzt schalteten sie sich mit Vizepräsident Carsten Wettich und Mitgliederratschef Ho-Yeon Kim kurz, die brachten den Fan-Beauftragten Rainer Mendel ins Spiel.

Und in der Tat: Es gelang, eines der begehrten Tickets zu sichern. Der Mann, er hieß Heinz und war aus Bad Honnef, war natürlich überglücklich. Aber die beiden Helfer waren es auch. Sie begleiteten ihren neuen Freund, der starke Probleme beim Gehen hatte, von seinem Hotel mit in das letzte Spiel des 1. FC Köln im Dreisamstadion in Freiburg. „Wir hatten dann nur eine Stehplatzkarte, aber die Freiburger Ordner hatten ein Einsehen und Heinz konnte bei uns sitzen“, lobte Wurzer gegenüber EXPRESS.de auch die badische Gastfreundschaft.

Link zum Express-Artikel

Thomas | 14:08 Uhr, Bahnhof Lövenich

Ich bin etwas nervös. Aber nicht so sehr wegen des FC, sondern weil ich zum ersten Mal mit meiner auf den Rollator angewiesenen Mutter und meinem im Rollstuhl sitzenden Vater zu einem Heismpiel im Gaffel am Dom fahren werde. Dazu gehört, dass ich den Rollstuhl im Getümmel irgenwie in die S-Bahn und am Hauptbahnhof auch wieder heraus kriege, wovor ich einigen Respekt habe. Wie gesagt, es ist das erste Mal. Und tatsächlich ist die Lücke zwischen Bahnsteig und Bahn in meinen Augen erschreckend groß. Ich ziehe den Rollstuhl also rückwärts, mit den großen Rädern zuerst, hinein und bin sehr erleichtert als wir wohlbehalten drin sind. Rückwärts in die Bahn gehen – eine Premiere für mich.

Dass es überhaupt möglich ist, mit meinen Eltern nochmal so ein kleines Abenteuer zu starten, ist ein Wunder für sich. Wir blicken auf aufreibende Jahre mit Krankheiten und Komplikationen zurück. Das soll hier nicht ausgebreitet werden, aber es erklärt, warum dieser Tag für uns etwas Besonderes ist. Und nun mischen sich die Ausnahme-Emotionen: Die Freude über das gemeinsame Erlbenis und die Aufrgeung vor dem FC-Spiel.

Als wir im Gaffel am Dom ankommen, sitzt eine ältere Dame an unserem ZWEI KÖLSCH Tisch und trinkt Kaffee. Sie schaut uns besorgt an und hat augenscheinlich sofort Sorge, dass sie nun weichen muss. Natürlich quatsch – wir rücken einfach zusammen und sind sofort im Gespräch. Gemeinsame Themen gibt es genug. Die Ü80-Fraktion versteht sich. Die Dame sitzt wie sich herausstellt seit Jahren regelmäßig im Gaffel am Dom, um unter Leute zu kommen. Und zwar immer an unserem Tisch – also ihrem Tisch, der auch ein bischen unserer ist. Und nun sitzen wir gemeinsam hier. Unsere Stadt schreibt schöne kleine Geschichten.

Michael | 14:30, Dreisam Stadion

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Link zum Insta-Post: Micha mit David und Ronny

Dass ausgerechnet Simon Zoller i

Thomas hier, Michael dort – das Spiel

Vor dem Spiel haben beide Trainer ein intensives, kämpferisches Match angekündigt und das Spiel hält ein, was es versprochen hat. Es hat etwas von einem Käfigkampf. Am Anfang ist es entsprechend chaotisch. Schon in der zweiten Minute grätscht Timo Horn völlig unbegreiflich am Ball vorbei und Günter muss den Ball eigentlich nur noch ins Tor schieben. Der Winkel ist nicht so spitz, dass es ein echtes Problem ist, aber Günter trifft das Tor glücklicherweise nicht.

Zwei Minuten später scheitert Uth nur knapp mit einem Flachschuss am Freiburger Keeper. DAs Tempo der Partie ist festgelegt. Es ist denkbar hoch.

In der 27. Minute verfehlt Andersson das Tor noch knapp per Kopf. In der 34. macht Modeste die Brille! Ein sehenswerter Kopstoß. 1:0.

t mehr als eine Anekdote.

“Ich sehe beim Ausgleich keinen Fehler, Rafa (Czichos, Anm. d. Red.) versucht, den Ball zu blocken, und der geht oben rein. Also ich erwarte ja, dass er mit einem Satz da reingeht. Wenn wir das als Fehler werten, dann finde ich es ein bisschen schwierig.“

Steffen Baumgart

Es sei ihm gegönnt. Die Partie ist entschieden und wir haben am dritten Spieltag 6 Punkte.

Das ist es, was zählt.

Kölle 2:1 Bochum

Natürlich hat das Spiel auch ein Nachspiel – und wir wollen es nicht verschweigen. Wir landen im Ringströßje, einer unserer Lieblingskneipen rund um das Stadion. Was hier passiert ist Gänsehaut pur: Der ganze Laden ist voll mit alten Freunden, auch solchen

https://zweikoelsch.de/category/freiburg

, die man hier nie vermutet hätte. Das Ganze ist wie ein Wunder und wir hoffen einfach nur hart, dass wir uns am Anfang einer wunderbaren Story befinden und sie möglicht lange weitergeht. Wenn die Jungs so weiterspielen, ist der rote Faden der Story schon mal erstklassig!

„Es ist schade, dass wir heute nicht die drei Punkte mitgenommen haben. In der ersten Halbzeit haben wir viel Druck gemacht, hätten noch höher führen können. Da müssen wir dann mit 2:0 oder 3:0 in die Pause gehen. Freiburg hat in der zweiten Halbzeit nicht so schlecht Fußball gespielt und am Ende ist es ein verdientes Unentschieden.“

Dejan Ljubicic

Externe Links zum Spieltag:

Kein Vergleich mit Streich: „Jeder Trainer hat seinen eigenen Stil“ – YouTube

Jubellauf in Baumgarts Arme: Modeste zahlt Vertrauen zurück – GEISSBLOG.KOELN

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/1-fc-koeln-schoen-dass-man-sich-ueber-punkt-in-freiburg-aergern-kann-73647

1. FC Köln: Einzelkritik zum 1:1 beim SC Freiburg | Express