An dieser Leistung kann sich die am Werksclub nach oft bemühter Mär völlig unbeteiligte Bayer AG mal eine Scheibe abschneiden. Das Gift, dass die Betriebssportggruppe verspritzt hat, verlor bereits nach weniger als einer Stunde an Wirksamkeit. Solche Pestizide loben wir uns!

Vergifteter Start

Nach 17 Minuten steht es 2:0 für die Spritzer (warum wir nicht „Pillen“ sagen, mag wer will der PK entnehmen). Man muss schon volltrunken sein, um jetzt nicht die Wiederholung der Katastrophenniederlage vom letzten Wochenende in Hoffenheim zu befürchten, ja zu erwarten.

Die Werksinsassen stürmen auch fröhlich weiter und man kann nicht anders als einzugestehen, dass sie uns weit überlegen sind. Die wenigen guten Chancen, die wir haben – ja, wir haben welche! – hält der (leider sympathische) Keeper Hrádecký überragend. Doppelt doof! Ein guter Typ wie der müsste eigentlich aus Liebe zum Fußball einen durchlassen. Finden wir jedenfalls.

Totalversagen der Fans

Das Schrecklichste am Spiel ist die Stille. Null Stimmung im Stadion. Als wollten alle anwesenden Fans Steffen Baumgart mal klar zeigen, dass es sich mitnichten um ein Derby handelt, sondern bestenfalls um ein Nachbarschaftsduell (das Wort hatten wir vor der ofiziellen FC-PK noch nie gehört). Eigentlich aber um eine unnötige Begegnung mit irgendetwas, was außer Konkurrenz spielt.

Leider ist das die naheliegende selbstherrliche Interpretation. Fakt ist, dass wir zum ersten Mal überhaupt seit wir zum FC gehen, die Leverkusener gehört haben. Die haben ja nun wenig Fans, aber ohne Zweifel eine aktive Ultra-Szene. Und die war im Vergleich zu uns laut. Das tat weh. Peinlich. Ohne Kurve ist es mit der vielgerühmten Stimmung in Müngersdorf nicht weit her. Da muss sich dringend etwas tun, denn das nagt schlimm am Selbstverständnis.

Halbzeit 0:2

Mit dem Halbzeitergebnis sind wir bestens bedient und es regt sich Hoffnung, dass die Klatsche nicht gar so schmerzlich wird.

Berechtigte Hoffnung, wie sich zeigen wird, denn noch größer als der Etat der Leverkusener ist ihre Arroganz. Anstatt uns an die Wand zu spielen und zu demoralisieren, was für die in der ersten Hälfte leicht möglich gewesen wäre, denken die nun offenbar, dass sie es auch mit halber Kraft schaffen. Aber so ist es ja nun auch wieder nicht!

Comeback mit Toni Doppelpack

Kurz gesagt: Modeste in Minute 63 und 82. Ausgleich. Völlig verdient. Er hätte locker noch eins machen können. Und wir geiern in an Ekstase grenzender Erleichterung. Der Punkt ist fast egal. Tatsächlich ist uns die ausgebliebene Demütigung im ersten Moment wichtiger.

Kölle 2:2 Spritzer

((tafka Pillen) das a steht nicht für artist.
Vorschläge, wofür es stehen könnte?)

Unsportlich aus Tradition. Hier gibt es ein paar weitere Mottos zu Spielen gegen den Geburtsfehler der Bundeliga.

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Express Kommentar

Auch wichtig:

https://www.express.de/sport/fussball/1-fc-koeln/1-fc-koeln-frauen-schlagen-bayer-leverkusen-im-derby-deutlich-78800