So weit vor Weihnachten hat der Baum selten gebrannt beim 1. FC Köln. Wie erwartet (siehe Bericht zu Würzburg) gab es für Trainer Wagner jede Menge Zunder. Die Lunte scheint kurz bei vielen FC-Fans. Aber was spielen wir hier (verbal) mit dem Feuer? Ein ganz anderes Bild lässt sich viel leichter an den Haaren herbeiziehen. Überzeugt euch in der ersten ZWEI KÖLSCH PK der Saison 2026/27.
VERZÄLL BEIM BÜDCHEN
Vor dem Spiel überwiegen erwartungsgemäß die skeptischen Stimmen. Wer auf ein Unentschieden tippt, steht in der Träumer-Ecke. Das Haltbarkeitsdatum des Trainergespanns wird auf 3-5 Tage geschätzt. Menschen die positiv in die Zukunft schauen sind deutlich in der Unterzahl.
Bei wunderschönem Sonnenschein herrscht eine eher merkwürdige Stimmung. Wir haben es schon gesagt – diese Saison verspricht sehr kompliziert zu werden.

WAS WAR DAS DENN? KÖLSCHE ACHTERBAHNFAHRT!
In diesem Spiel ist wirklich alles drin!! Ein ansehnlicher Start. Aufkeimende Hoffnung. Dann ein böser Dämpfer und ein Stimmungsabfall ins Bodenlose. Das Kölsche Schmerzgedächtnis meldet sich und erste Anzeichen von „Angst fressen Seele auf“ ebenso.
Dann eine andere Präsenz mit Halbzeit zwei und sofort ein TOOOOR – natürlich durch Said el Mala, der so beschimpft und so geliebt wird, wie lange kein FC-Spieler mehr. Jubel, Hoffnung, Unglaube.
Dann wieder ein Schock! Elfmeter gegen uns. Und dann der Grandiose Marvin Schwäbe, der das Ding fängt! So wichtig! Was für eine Zerreißprobe für die Nerven!
Dann sieht alles so aus, als würden wir das Spiel stabil gestalten können, aber Zack – machen die Hoppenheimer noch eine Hütte – in Minute 67. Und du kannst in den Gesichtern der Leute lesen, dass sie an nichts mehr glauben. Aber dann kommt in seinem Premierespiel Thijs Dalinga, kloppt das Ding nach super Vorarbeit von Maina humorlos in die Maschen und macht zehn Minuten später einfach noch ein Ding! Grenzenlose Euphorie!!
Und dann: Zittern! Kriegen wir diesen Sieg durch? Wir lassen uns ganz schön hinten rein drängen. Aber machen es. Jetzt stehen in den Gesichtern Unglaube, Befreiung und pures Glück. So viel Emotion und so viele Stories in nur einem Spiel! Wahnsinn.
UNS SCHEINT DIE SONNE AUS DEM A….
Wir sind auf so viele Arten Happy! Zuallererst freuen wir uns natürlich wie jeck über die wichtigen Punkte zu Saisonbeginn! Wir wissen alle, wie wichtig das sein kann für den Saisonverlauf.
Dann freuen wir uns für unseren Trainer, den so viele Leute schon abschreiben bevor das erste Ligaspiel überhaupt gespielt ist. Man muss sich fragen, wie sich das für diesen doch noch recht jungen Mann anfühlt. Jedenfalls haben ihm die Fans seine Arbeit bislang nicht leichter gemacht. Mit Ausnahme der Ultras, die wieder wie ein Fels hinter Trainer und Mannschaft gestanden haben und denen ohne Zweifel ein Teil dieses Sieges zugerechnet werden darf.
Dann freuen wir uns für Said el Mala, der sich augenscheinlich unfassbar viel Druck macht und der vielleicht im Moment noch manchmal zu viel will – der aber wieder mal ein wichtiges Tor geschossen hat. Wir gönnen es ihm aus tiefstem Herzen und wünschen ihm, dass er den richtigen Weg findet, sein Potential auszuschöpfen.
Dann ist da Thijs Dallinga. Der macht uns auch echt happy! Was für eine geile Story, im ersten Spiel für den neuen Verein direkt zwei Buden zu machen und deinen Namen mit solcher Inbrunst gebrüllt zu hören. Wie muss sich das für ihn anfühlen? Das ist eine ungewöhnliche Blitz-Ankunft in Kölle und wenn wir Glück haben, der Beginn einer Kölsch-Holländischen Erfolgsgeschichte.
Ganz besonders Happy sind wir, dass insbesondere in Hälfte zwei plötzlich eine Mannschaft auf dem Feld stand. Dass hatten wir in den letzten Spielen vermisst. Und das ist soooo wichtig. Ohne Zusammenhalt und dieses „durch dick und dünn“ Gefühl, kann keine Mannschaft was reißen. Eine so neue wie unsere schon gar nicht.
Zu guter Letzt freuen wir uns für alle Optimisten, wie wir bekanntermaßen selbst welche sind. Und wir hoffen für all die Pessimisten, die sich ja gerne Realisten nennen, den durchaus realen Sieg des 1. FC Köln aber nicht für möglich gehalten haben, dass sie zu einer mehr unterstützenden Haltung gegenüber ihrem und unserem Verein finden. Klar hat man als Pessimist bei einem Verein wie unserem 1. FC Köln häufiger recht. Aber geht es ums Rechthaben? Oder geht es darum den Effzeh mit unseren bescheidenen Mitteln als Fan maximal auf seinem Weg zu unterstützen?
Macht euch happy und werdet Optimisten und Supporter!

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